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Clariden Singapur nutzt Mandantenfähigkeit von Avaloq

Für den Betrieb der neueröffneten Filiale in Singapur setzt die Zürcher Privatbank Clariden das Avaloq Banking System ein. Die Standardsoftware der Avaloq beweist nach der Barclays Bank Singapur erneut ihre internationale Kompatibilität und Mandantenfähigkeit. Comit bewährt sich mit internationalem Projekt-Know-how als Premium-Implementationspartner der Avaloq.

Avaloq unterstützt Strategie von Clariden
Die Zürcher Privatbank Clariden hat im November 2004 entschieden, in Singapur ein vollwertiges Booking Center zu eröffnen. Die neue Filiale soll den Bekanntheitsgrad der Marke Clariden in Asien steigern und die gleichen Produkte und Dienstleistungen anbieten wie das Mutterhaus in Zürich oder vergleichbare Konkurrenten.

Für eine schlagkräftige Filiale an einem der grössten Finanzplätze der Welt wollte Clariden das bewährte Avaloq Banking System einsetzen. Denn das Mutterhaus betreibt die Standardsoftware von Avaloq bereits seit 2001 erfolgreich für 680 Mitarbeitende in der Schweiz. Die angestrebte technische Lösung in Singapur musste aber auch kosteneffizient und schnell realisierbar sein.

Diese Ziele konnten nur mit einer möglichst schlanken operationellen Struktur erreicht werden, die auf der bestehenden Infrastruktur und Organisation der Clariden-Gruppe in der Schweiz aufsetzt.

Implementation durch Comit
Im März 2005 startete Clariden das Singapur-Projekt mit Comit als Implementationspartner. Die Comit brachte ihr Know-how aus dem Business-Unit-Projekt der Barclays Private Bank in Singapur ein und verfügt als Premium-Partner der Avaloq über langjährige Erfahrung mit dem Avaloq Banking System.

Das in vielen Belangen herausfordernde und ehrgeizige Projekt, die Business Unit Singapur aufzusetzen und gleichzeitig das Avaloq Service Pack 2.2.5 einzuführen, sollte in weniger als neun Monaten realisiert werden.

In einer ersten Phase definierten Business- und IT-Vertreter der Bank zusammen mit Comit in mehreren Workshops die benötigten Geschäftsfälle und eruierten die fehlenden Funktionalitäten des existierenden Systems.

Mit dem Entscheid, die neue Filiale mit eigenem Handel und Abwicklung zu positionieren, wurde eine internationale Strategie gewählt, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch nie mit dem Avaloq Banking System umgesetzt worden war. Im Gegensatz zu den bisherigen Installationen, wo jeweils das Mutterhaus alle zentralen Services (Handel, Abwicklung, etc.) anbietet, musste bei diesem Vorgehen ein eigenes Netzwerk von Depotstellen und Korrespondenten aufgebaut, resp. eine eigenständige SWIFT-Mitgliedschaft beantragt werden.

Avaloq unterstreicht Mandantenfähigkeit
Dank der Flexibilität und Reaktionsfähigkeit von Avaloq konnte das Mandanten-Konzept MESI (Multi Entity Single Instance) schnell und ohne grosse Aufwendungen erweitert werden. Im Fall Clariden greifen nun beide rechtlich getrennten Mandanten unter Berücksichtigung aller Sicherheitsanforderungen auf die gleiche Datenbank zu. Bereits im Juli bewilligte SWIFT eine eigene SWIFT-Adresse für Clariden Singapur, die im September verfügbar war. Fast zeitgleich gewährte die Monetary Authority of Singapore (MAS) die Offshore-Banklizenz.

Die zweite Phase der Implementation beinhaltete die technische Umsetzung. Die in der Analyse-Phase identifizierten Lücken und regulatorischen Anforderungen Singapurs wurden innerhalb von nur drei Monaten durch iteratives Prototyping entwickelt und realisiert. Zahlreiche Schnittstellen zu existierenden Umsystemen wurden von Clariden hoch priorisiert und konnten in der Standardsoftware von Avaloq problemlos angepasst werden.

Eine grosse Herausforderung war die Ausbildung der Clariden-Mitarbeitenden in Singapur. Das Training fand teilweise vor Ort, teilweise aber auch in Zürich statt. Die Belegschaft von Singapur wurde auch in die Integrations- und Abnahmetests eingebunden.

Erfolgreiche Einführung
Ein detaillierter Cut-over-Plan für das Wochenende des 12. und 13. Novembers war Garant für eine reibungslose Einführung von Avaloq. Plangemäss liefen am Montagmorgen, 14. November 2005 alle Systeme stabil und ohne nennenswerte Probleme.

Nach asiatischer Geschäftsgepflogenheit wurde die Filiale Clariden Singapur offiziell am 25. November 2005 – in nach Regeln des Feng Shui gestalteten Räumlichkeiten – mit dem traditionellen Löwentanz eingeweiht.

Nennenswert: Die erfolgreiche Einführung im fernen Asien beeinflusste die bestehenden Kunden und die rund 680 Mitarbeitenden der Clariden in der Schweiz in keiner Art und Weise.

Internationale Strategien werden kalkulierbar
Durch die minutiöse Projektplanung konnten die grossen Herausforderungen wie die spezielle Rechnungslegung mit Asian Currency Unit/Domestic Banking Unit (ACU/DBU), die umfangreiche Berichterstattung an die Monetary Authority of Singapore (MAS) und die Ausbildung der Mitarbeitenden in Singapur problemlos gemeistert werden. Zudem hat dieses Projekt gezeigt, dass es möglich ist, basierend auf einer existierenden Avaloq-Plattform eine vollwertige neue Filiale im Ausland in weniger als neun Monaten zu eröffnen. Voraussetzung dafür sind eine flexible, mandantenfähige Standardsoftware und eine professionelle Projektarbeit mit Fokus auf Zeit, Kosten und Funktionalität. Die Zusammenarbeit von Avaloq und Comit bietet beides: eine moderne Gesamtbankenlösung und einen Implementationspartner mit umfassender Bankfach- und IT-Kompetenz.

Das vermeintlich riskante „Time-to-Market- Vordringen“ in internationale Wachstumsmärkte mit angepasster Regulierungsdichte wird so für Finanzdienstleister zur berechenbaren Chance. Das Release und Change Management von Mutterhaus und Filialen ist durchgängig standardisiert und profitiert von Synergieeffekten.

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